La Doublure

Dreisprachiges Stück (französisch / deutsch / elsässisch), in dem Tanz, Theater und Musik kombiniert werden
präsentiert von der Theaterkompanie Dégadézo

Schulaufführung Freitag, 15. Mai 2009 um 14 Uhr für Schulklassen zwischen der 4ème und der Terminale
Öffentliche Aufführung Freitag, 15. Mai 2009 um 21 Uhr
im Théâtre des Asphodèles (115 av. Lacassagne, 69003 Lyon)

La Doublure ist ein Tanzstück, das im März 2007 von der Theaterkompanie Dégadézo im Zuge ihres Stipendienaufenthaltes im Atelier du Rhin in Colmar erarbeitet wurde. Es vereint zwei Personen, die sowohl als Schneiderinnen als auch als Tänzerinnen arbeiten: eine mit französisch-elsässischen Wurzeln, die andere deutscher Herkunft. Sie beschlossen, ihre Nähmaschine in das Stück aufzunehmen , die Innen- und Außenseiten der Kleidungsstücke unter die Lupe zu nehmen, die Kleider zu verformen und unbequem erscheinen zu lassen und schließlich zu diesem intimen Ort vorzudringen, der sich zwischen Körper und Kleidung befindet.

Die ersten Schritte von La Doublure standen im Zeichen des Kleidungsstückes, dessen, welches ein jeder trägt, um seine Nacktheit zu verbergen und um seine soziale Herkunft zu belegen. Als Urstoff dieser choreographischen Untersuchung klebt das Kleidungsstück mehr oder weniger gut an der Haut, zwischen ihm und uns spannt sich ein feiner Stoff, jener, der gleichermaßen den Schweiß aufnimmt, vor unangenehmen Texturen schützt und das « Körperliche » verbirgt : das Futter (la doublure). Der Raum zwischen zwei Dingen, zwischen der Kleidung und der Haut, der Oberfläche und dessen, was sich darumter befindet, dem Äußeren und dem Inneren.

Am Anfang geht es nur darum, eine Umschreibung zu suchen, den Körper mit allen möglichen Schnitten zu umgeben, diese neu zu erfinden und sich dem Urteil des Metermaßes zu unterwerfen. Die Schneiderinnen Antje Schur und Régine Westenhoeffer haben sich viel damit beschäftigt, sie hinterfragen diese Thematik, da sie selbst jahrelang in diesem Beruf tätig waren. Doch sehr schnell, als würde sich die Haut eingezwängt fühlen im Schraubstock der Zahlen, nimmt die Vorstellung eine gefährliche Wende und verlässt die objektive Bühne der Schneiderwerkstatt. Das Metermaß zieht sich in ungewöhnliche Richtungen, von einem Ohr zum anderen, von einem Körper zum anderen. Zwei Nähmaschinen bewegen sich über die Bühne. Zwei Stimmen tauchen auf, sie vermischen sich miteinander – die eine spricht französisch und elsässisch, die andere deutsch, als würden die Stimmen in einer Molltonart das Thema des Stückes wiedergeben : die Verdopplung, die Synchronisation - umso mehr, als dass dieses Geräusch-Universum eine direkte Interaktion mit dem Tanz bildet und die Vorder- und Kehrseite der Sprache aufdeckt.

Das Team: künstlerische Leitung / Interpretation : Régine Westenhoeffer und Antje Schur

Künstlerische Mitarbeit : Bühnenbild / Kostüme : Sabine Siegwalt

Ton: Aymeric de Tapol

Licht: Gerdi Nehlig

Dauer: ca. 50 Minuten

Möglichkeit eines Treffens mit den Künstlern für die Schulklassen.

Eintritt für die Schulaufführung um 14 Uhr: 6 € pro Schüler, kostenlos für die Begleitpersonen
Eintritt für die öffentliche Aufführung am Abend: 12 € / 8 € (ermäßigt); der Abend beginnt um 19 Uhr mit dem Stück "Un Tramway nommé désir", präsentiert von der Compagnie des Vitriers Lunatiques (der Eintrittspreis beinhaltet beide Stücke)

Für weitere Informationen kontaktieren Sie die
Plateforme de la jeune création franco-allemande : 04 78 62 89 42
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