Kunst gegen Ausgrenzung

Interkulturelle Fortbildung Frankreich/Deutschland/Québec

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©Marie Lamonde-Simard

Vom 16. bis 24. Mai in Lyon

Im Rahmen der Fortbildung entdeckten junge Kunstschaffende aus Deutschland, Frankreich und Quebec sozio-kulturelle Projekte in Lyon, die sich an Menschen mit sozialen Ausgrenzungserfahrungen richten. Das Programm umfasste Gesprächsrunden mit Spezialist/innen, Besuche verschiedener Einrichtungen, künstlerisch-praktische Ateliers und Videosichtungen, öffentliche Vorführungen etc…

Ziel war es, die Teilnehmenden dabei zu begleiten, mit ihrer künstlerischen Arbeit eine Vielzahl von Menschen zu erreichen, und, ausgehend von praktischen Beispielen, Raum für Gedankenaustausch zwischen Kunstschaffenden verschiedener Disziplinen (Theater, Musik, Tanz, visuelle Künste…) zu schaffen.

Wie kann künstlerisches Schaffen dabei helfen, sich mit dem eigenen Selbstbild auseinanderzusetzen, Selbstvertrauen zu gewinnen und sein kreatives Potenzial weiterzuentwickeln? Diese Fragen begleiteten die Teilnehmenden im Laufe der gesamten Woche.

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Der Workshop richtete sich an junge professionelle bzw. noch in der Ausbildung befindliche Kunstschaffende sowie Pädagog/innen und Erzieher/innen, die mit Künstler/innen arbeiten. Gesucht wurden Teilnehmer/innen aus Deutschland, Frankreich und Quebec, die im kulturellen Bereich mit Personen in sozialer Ausgrenzung arbeiten oder sich in dieser Richtung spezialisieren möchten.

Im Rahmen dieses Austausches fand ein Café-débat am Donnerstag, den 21. Mai 2015 von 15-17 Uhr im Toï Toï Le zinc statt.

Künstlerische Leitung:

Natacha Paquignon
Die Tänzerin und Choreographin der Compagnie Kat’chaça aus Lyon realisiert ein Projekt, das verschiedene Grenzbegriffe auslotet: die Grenzen zwischen künstlerischen Disziplinen, zwischen urbanen oder ländlichen Siedlungen und deren Bewohner, zwischen Professionellen und Nicht-Professionellen, zwischen den Darstellenden Künsten gewidmeten Orten und denen, die es nicht sind. Sie hinterfragt vor allem für die Verknüpfung, die zwischen Körper, Gehirn und deren Umfeld besteht. Nachdem sie zwei Stücke mit dem künstlerischen Material und Element Wasser kreiert hat, kommt sie 2012 mit der digitalen Kunst in Berührung. Daraufhin beginnt sie eine künstlerische Recherche, die sich mit choreografischer und digitaler Sprache beschäftigt und untersucht das Verhältnis zwischen Tänzern und dem digitalen Umfeld, dem Publikum und dem Kunstwerk. Sie bereichert ihre künstlerische Arbeit durch vielseitige Austausche und Begegnungen mit diversen sozialen Gruppen. www.katchaca.fr

Dieser Workshop wird seit 2013 in Zusammenarbeit mit diversen Partnerstrukturen in Deutschland, Frankreich und Québec organisiert, darunter Toï Toï le Zinc, die compagnie Kat’chaça, Banlieues d’Europe und das Goethe-Institut Lyon.

Mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks, des Office franco-québécois pour la Jeunesse / LOJIQ und der Region Rhône-Alpes.

Photo : Mathilde Bastit

 

Für mehr Infos:

Plattform
Tel: +33 4 78 62 89 42
info@plateforme-plattform.org
www.plateforme-plattform.org

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